Betonwaren Pflaster Technik

Produkthinweise

Rekers Pflastersteine werden gemäß DIN EN 1338 produziert und überwacht.

Farb- und Strukturabweichungen sind technisch unbedenklich und beeinträchtigen die mechanischen Eigenschaften der Betonwaren sowie der daraus hergestellten Flächenbefestigung nicht.

Die einschlägigen Normen und Regelwerke sehen außerdem vor, dass eine Verlegung immer aus mehreren Paketen gleichzeitig erfolgen soll, damit eventuell vorhandene Farbunterschiede am wenigsten auffallen. Allerdings können auch Steine eines Pakets hinsichtlich Struktur und Farbe variieren. Wie jedes Bauwerk „altern“ auch Pflastersteine und Platten, d.h. Farbe und Struktur können sich im Laufe der Zeit verändern. Auch witterungsbedingte und mechanische Einwirkungen (z. B. Abrieb) können das Erscheinungsbild mit zunehmender Nutzungsdauer verändern. Arbeits- und Pflegearbeiten an der Fläche beeinflussen ebenfalls diese Prozesse.

Für die Einfärbung von Betonprodukten kommen hochwertige UV-beständige Eisenoxidpigmente zum Einsatz, die dem modernsten Stand der Technik entsprechen. Unsere Steine werden unter Verwendung von Naturprodukten, wie Edelsplitten, Sand, Zement und Wasser hergestellt, die von sich aus bereits Farbschwankungen unterliegen. Leichte Farbunterschiede zwischen den Produktionen oder unterschiedlichen Formaten eines Produktes sind daher nicht zu verhindern.

Verlegung

Für die Verlegung von Pflastersteinen und Platten gelten die gängigen oder ausgeschriebenen Regelwerke (z.B. DIN 18318). Der Untergrund (Unterbau) muss dauerhaft tragfähig und standfest (d.h. verformungsstabil) sein. Außerdem muss er hinreichend verdichtet werden, damit die nachfolgenden Oberbauten auch ausreichend verdichtet werden können. Es müssen Verdichtung, profilgerechte Lage/Ebenheit und Wasserdurchlässigkeit erfüllt werden. Darauf folgen die Tragschichten (Frostschutzschicht und Bettung). Baustoffgemische zur Herstellung von Tragschichten müssen die Anforderungen der TL SoB-StB erfüllen. Für die in den Baustoffgemischen verwendeten Gesteinskörnungen gelten die TL Gestein-StB. Die gilt u.a. hinsichtlich Zusammensetzung, Korngrößenverteilung, Kornform, Gehalt an Feinanteilen (< 0,063 mm), Widerstand gegen Zertrümmerung und Frostwiderstand.

Generell gilt jedoch [gem. „Dauerhafte Verkehrsflächen mit Betonpflastersteinen“ des SLG], dass wegen der Verformungsbeständigkeit die Schotter- den Kiestragschichten vorzuziehen sind. Das Größtkorn sollte 45 mm nicht überschreiten. Zur Sicherstellung der Wasserdurchlässigkeit und Frostsicherheit sollte der Gehalt an Feinstteilen (< 0,063 mm) im Einbauzustand kleiner als 5 M-% sein. Die Ungleichförmigkeitszahl sollte U ≥ 13 sein. Der erhöhte Kornzertrümmerungswert LA sollte ≤ 25 sein (alternativ SZP ≤ 22).

In der Regelbauweise werden ungebundene Gesteinskörnungen und Baustoffgemische als Fugenmaterial für Pflasterflächen mit Betonwaren verwendet. Bei dieser Bauweise ist die Fugenbreite mit 3 bis 5 mm auszuführen. Als Fugenmaterial sind gebrochene, kornabgestufte Gesteinskörnungen verwendbar. Das Größtkorn ist auf die Fugenbreite abzustimmen. Das Fugenmaterial soll sich leicht in die Fugen einkehren lassen. Andererseits aber auch einen hohen Widerstand gegen austragen besitzen. Zur Sicherstellung der Frostsicherheit sollte der Feinkornanteil (< 0,063 mm) höchstens 9 M-% betragen. Der Mindestanteil der Feinanteile sollte nach TL Pflaster-StB allerdings 2 M-% ausmachen. Von besonderer Bedeutung ist die Filterstabilität der Fugenmaterialien gegenüber der Bettung. Ist sie nicht gegeben, kann Fugenmaterial in die Bettung abwandern, die Fugen werden leer und die Pflasterfläche ist nicht mehr stabil. Für Fugenmaterialien wurden vom „Betonverband Straßen Landschaft Garten e. V.“ Produktdatenblätter erarbeitet, die kostenlos als Download unter www.betonstein.org zur Verfügung stehen.

Der Fugensand ist vor dem Einbau stets auf seine farbliche Eignung zu prüfen. Rotbraune Sande z.B. werden vorwiegend durch die enthaltenen Mineralien derartig eingefärbt. Es ist daher davon auszugehen, dass diese farblich auffälligen Bestandteile auf den Oberflächen der Betonwaren Verfärbungen erzeugen. Diese Verschmutzungen sind schwer zu entfernen und beeinträchtigen in der Regel die Optik hochwertiger Pflaster- und Plattenflächen.

Die Fuge dient als elastischer Puffer zwischen den einzelnen Steinen in der verlegten Pflasterfläche. Aus diesem Grund ist bei der Verlegung von Betonsteinpflaster grundsätzlich darauf zu achten, dass eine Fuge von 3–5 mm eingehalten wird (siehe DIN 18318). Ist dies nicht der Fall, so besteht die Gefahr, dass Kanten abplatzen und unvermeidbare Fertigungstoleranzen nicht aufgefangen werden können. Geeignete Materialien zur Verfüllung der Fugen sind Sand, Kiessand, Brechsand (0/2 mm oder 0/4 mm) oder Splitt (1/3 mm oder 2/5 mm).

Die Untergrenze der Fugenbreite (3 mm) gewährleistet eine ausreichende Breite, die zur vollständigen Verfüllung der Fugen notwendig ist. Die Obergrenze (5 mm) stellt die gerade noch ausreichende Abstützung der Steine untereinander und die Querkraftübertragung sicher. Die Einhaltung der Fugenbreite ist die wichtigste Voraussetzung, um eine Pflasterfläche dauerhaft eben und belastbar zu erhalten.

An den Betonwaren angebrachte Abstandhalter entbinden die Ausführenden nicht von der Einhaltung der vorgeschriebenen Fugenbreite (siehe auch ZTV Pflaster-StB). Die Press-Verlegung (auch „knirsch“ genannt) ist nicht zulässig, da hierbei die Steine in unmittelbarem Stein-zu-Stein-Kontakt liegen.

Eine Verwendung von gebundenen Fugenmörteln setzt eine konstruktive, feste Verlegung voraus. Gute Erfahrungen für nicht befahrene Bereiche wurden mit 1K-Pflasterfugenmörtel (z.B. vdw 840 plus) erzielt. Epoxidharzhaltige Fugenmassen können je nach Einsatzzweck auch eingesetzt werden. ist. Bitte beachten Sie bei gebundenen Fugenmörteln unbedingt die Hinweise der Hersteller und legen Sie sich eine Probefläche an. Reklamationen aufgrund von Verarbeitungsfehlern der Fugenmasse können wir nicht anerkennen.

Unverfugte Pflasterflächen dürfen nicht abgerüttelt werden. Das Abrütteln kann entweder vor oder nach dem Einschlämmen des Fugenmaterials erfolgen. Erfolgt es vorher, müssen die Fugen mit Fugenmaterial soweit gefüllt sein, dass sich die Steine durch den Rüttelvorgang nicht verschieben können. Erfolgt es nachher, müssen die Bettung und deren Unterlage zunächst ausreichend abgetrocknet sein. In jedem Fall ist die Fläche vor dem Abrütteln sauber abzukehren und sollte möglichst trocken sein um Rüttelflecken zu vermeiden. Insbesondere farbiges Pflaster und solches mit besonderer Oberflächenbehandlung darf ausschließlich im trockenen Zustand und unter Verwendung einer Gleitvorrichtung abgerüttelt werden. Derartige mineralische Spuren auf Betonoberflächen verschwinden im Laufe von Bewitterung und/oder Benutzung. Alternativ kann man durch Abbürsten der Flächen mit speziellen Reinigern (z.B. Reinigerkonzentrat T von BPB) die Oberflächen säubern.

Das Abrütteln erfolgt von den Rändern beginnend zur Mitte hin in mehreren nebeneinander liegenden, sich überlappenden Bahnen bis zum Erreichen der Standfestigkeit. Flächenrüttler müssen für die jeweilige, zu verdichtende Pflasterdecke geeignet sein. Nach „Pflasterbau Theorie Praxis“ (Josef Nefele, Aufkirchen, Auflage 2001) werden folgende Empfehlungen gegeben:

  • Stein-Nenndicke 60 mm: Flächenrüttler mit Betriebsgewicht von ca. 130 kg und Zentrifugalkraft von 18 bis etwa 20 kN
  • Stein-Nenndicke 80 und 100 mm: Flächenrüttler mit Betriebsgewicht von 170 bis 200 kg und Zentrifugalkraft von mindestens 20 bis 30 kN
  • Stein-Nenndicke 100 mm und mehr: Flächenrüttler mit Betriebsgewicht von 200 bis 600 kg und Zentrifugalkraft von ca. 30 bis 60 kN

Die Flächenrüttler sind auf die Art der Unterlage (diese kann „starr“ oder flexibel ausgebildet sein) abzustimmen. Für Pflaster auf vorverdichteter Bettung sollten grundsätzlich schwerere Rüttler eingesetzt werden als für Pflaster auf nicht vorverdichteter Bettung.

Vibrationswalzen dürfen zum Verdichten von Betonpflasterdecken nicht eingesetzt werden.

Informieren Sie sich über unsere Gestaltungspflaster: