Garagentore: Die wichtigsten Typen und ihre Besonderheiten

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Die wichtigsten Garagentor-Typen | Bildquelle: colourbox.de

Die Wahl des richtigen Garagentores ist wichtig für die Funktionalität und Sicherheit der Wertgegenstände in Ihrer Garage. Egal, ob Sie Ihre Garage als Abstellplatz für Ihr Auto, Ihre Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder als Hobbyraum nutzen: Garagentore schützen den Inhalt Ihrer Garage vor Wetter und Diebstahl.

Garagentore lassen sich je nach Bedarf in unterschiedlichen Ausführungen erwerben, wie zum Beispiel als Sektionaltor oder Garagenrolltor. Dabei bringt jeder Typ spezielle Eigenschaften mit sich. Zusätzlich gibt es Garagentore mit Antrieb. Ein elektrisches Garagentor ist wesentlich einfacher zu öffnen und zu schließen. Ein manueller Garagentorantrieb punktet dafür durch seinen niedrigen Preis und den unkomplizierten Einbau.

Doch Tore für Garagen sollten nicht nur einfach in der Bedienung, sondern auch sicher sein. Eine automatisierte Abschaltfunktion kann zum Beispiel zur Sicherheit von Kindern beitragen, die in der Nähe des Tores spielen. Eine solche Funktion blockiert das Öffnen oder Schließen der Tore, falls sich darunter ein Objekt befindet.

Damit Sie das für Sie optimale Garagentor finden können, sollten Sie die verschiedenen Arten von Garagentoren kennen. Hier ist ein erster Überblick über die verschiedenen Typen:

  1. Schwingtor
  2. Rolltor
  3. Sektionaltor
  4. Schnelllauftor
  5. Flügeltor
  6. Kipptor

Alle diese Tor-Typen gibt es selbstverständlich auch als manuelle oder elektrische Tore.

Schwingtor: Der unkomplizierte Klassiker

Das Schwingtor ist ein sehr beliebter und sehr weit verbreiteter Garagentor-Typ. Das Öffnen und Schließen des Schwingtores kann dabei elektronisch oder per Hand erfolgen. Um das Schwingtor manuell zu öffnen, ziehen Sie seine Unterkante mithilfe eines Griffs an der äußeren Seite an sich heran. Im Inneren der Garage sind zwei Schienen jeweils links und rechts vom Schwingtor eingebaut.

Das Tor fährt in das Innere der Garage, sobald Sie die Unterkante des Tores in Ihre Richtung ziehen. Somit ist die untere Hälfte noch außen sichtbar, wenn die Oberkante des Tores bereits zur Hälfte im Inneren der Garage verschwunden ist. Sobald das Schwingtor sich vollständig im Inneren der Garage befindet, wird es von den beiden Schienen an der Decke der Garage fixiert. Dieser Mechanismus funktioniert mithilfe von starken Federn rechts und links vom Garageneingang. Achten Sie deshalb darauf, dass die Schienen und die Federn nicht blockiert sind und somit die Funktionsfähigkeit des Garagentors nicht behindern. Bei Bedarf können Sie diese Federn auch in Eigenregie austauschen.

Der Typ Schwingtor ist zurecht sehr beliebt, denn sein Aufbau ist sehr einfach. Unter anderem ist dieses Tor auch für einzelne Parkbereiche in Tiefgaragen sehr gut geeignet. Weitere Vorteile bestehen in der Sicherheit von Schwingtoren: Gemäß den vorgegebenen EU-Sicherheitsnormen müssen sie mit Fingerklemmschutz, sicherer Schienenführung mit Entgleisungs-Stopp ausgerüstet sein.

Rolltor: Die ideale Lösung bei seltener Verwendung

Falls Sie Ihr Garagentor mehrmals täglich öffnen und schließen müssen, dann sind Rolltore nicht die optimale Lösung. Bei einer seltenen Garagennutzung sind Rolltore allerdings eine sehr gute Wahl.

In ihrem Aufbau ähneln sich Rolltore den gängigen Rollläden an den Fenstern. Der große Unterschied: Im Gegensatz zu Fenster-Rollläden funktionieren Rolltore nicht manuell, sondern vollautomatisch. Beim Öffnen eines Rolltores wickelt sich das Tor am oberen Rand der Garagenöffnung auf. Beim Schließen funktioniert es umgekehrt: Das Rolltor wird wieder abgewickelt.

Als Garagentore sind Rolltore nicht für den intensiven Gebrauch gemacht. Zunächst ist der Verschließ bei Rolltoren hoch, da die Materialien beim Auf- und Abwickeln aneinander reiben. Außerdem sind Rolltore beim Öffnen und Schließen ziemlich laut. Deshalb sind diese Garagentore eher im Industriebereich anzutreffen. Generell empfiehlt sich ein Rolltor für eine Garage nur dann, wenn diese häufig offenstehen soll.

Sektionaltor: Bequemes und sicheres Öffnen und Schließen

Wie ihr Name andeutet, setzen sich diese Garagentore aus mehreren Teilen, sogenannten Sektionen, zusammen. Diese Garagentore sind meist im industriellen Gebrauch zu finden. Anders als bei Rolltoren fallen die einzelnen Teile bei Sektionaltoren breiter aus.

Außerdem rollen sich Sektionaltore im oberen Bereich der Garage nicht wie Rolltore auf, sondern funktionieren genauso wie Schwingtore. So bewegen sich Sektionaltore beim Öffnen mithilfe von Schienen jeweils rechts und links in den oberen Bereich der Garage. Garagentore wie die Sektionaltore lassen sich mithilfe einer Fernbedienung leise und mühelos öffnen.

Die Vorteile von Sektionaltoren: Sie benötigen keinen Schwenkbereich und nehmen so keinen zusätzlichen Platz beim Öffnen und Schließen ein. Außerdem lässt sich die komplette Breite und Höhe des Garagenzugangs nutzen. Gerade für breitere und höhere Fahrzeuge ist ein Garagentor wie das Sektionaltor deshalb ideal.

Schnelllauftor: Effiziente Lösung für den Industriebedarf

Schnelllauftore ähneln in ihrem Aufbau den Sektionaltoren und kommen wie diese seltener für den privaten Gebrauch in Frage. Wie ihre Bezeichnung bereits signalisiert, lassen sich Schnelllauftore besonders rasch öffnen und schließen. Deswegen kommen diese Garagentore in Bereichen zum Einsatz, in denen das schnelle Funktionieren des Tores besonders wichtig ist. Zum Beispiel bei der Feuerwehr, die schnell einsatzbereit sein muss, oder in Kühllagern, wo die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf.

Flügeltor: Praktisch bei geraden Auffahrten

Ein Flügeltor empfiehlt sich für gerade und unkompliziert verlaufende Auffahrtswege. Dabei können diese Garagentore entweder aus 1 (Einflügeltor) oder aus 2 Torflügeln (Zweiflügeltor) bestehen. Einflügeltore sind meist schmaler als Zweiflügeltore und für den Durchgang von Personen gedacht. Zweiflügeltore sind breiter angelegt, so dass Autos auch durchfahren können. Flügeltore überzeugen nicht nur durch ihre stilvolle Optik, sondern auch durch ihre große Durchfahrtsbreite und Höhe. Andererseits ist der Platz vor dem Tor nicht frei nutzbar, da er im Schwenkbereich der Tore liegt. Auch lassen sich die Torflügel nur nach außen hin öffnen.

Kipptor: das platzsparende Schwingtor

Kipptore und Schwingtore werden oft miteinander verwechselt, denn die Unterschiede zwischen ihnen sind klein. Während ein Schwingtor beim Öffnen zunächst nach außen schwingt, bevor es im Inneren Teil der Garage verschwindet, bewegt sich ein Kipptor auf Schienen gleich ins Innere der Garage. Kipptore kommen oft in Tiefgaragen zum Einsatz. Dort verhindert die spezielle und sofort nach innen gleitende Konstruktion dieser Garagentore, dass sich beim automatischen Öffnen beispielsweise Fußgänger verletzen können.

Die Vorzüge von Kipptoren liegen zum einen in ihrer Platzersparnis, da hier kein Schwenkbereich zu berücksichtigen ist. Der Platz vor der Garage kann daher komplett genutzt werden. Zum anderen ist ein Garagentor wie das Kipptor aufgrund seiner einfachen Konstruktion äußerst preiswert. Das perfekte Tor also für all diejenigen, die nach einer simplen und preisgünstigen Verschlussmöglichkeit für Ihre Garage suchen.