Internationales Parken und seine Preise

Parken international: wo sind die Parkgebühren am teuersten

Wer über Parkplatznot und Parkgebühren in deutschen Großstädten meckert, der hat noch nicht erlebt, wie sich das Parken anderswo in der Welt vollzieht. Neben kräftezehrenden Staus und Chaos auf den Straßen, werden in den bedeutenden Metropolen rund um den Globus teilweise horrende Parkgebühren verlangt. In Amsterdam kostet der Parkplatz in einem zentral gelegenen Parkhaus beispielsweise zwei Euro für jede Einheit à 15 Minuten. Die meisten Anwohner nutzen daher überwiegend öffentliche Verkehrsmittel, um der Suche nach dem kostspieligen Parkplatz zu entgehen. Reisende, die im Auto unterwegs sind, sollten erwägen, innerhalb des Randbezirks der Großstadt zu parken. Dort finden sich wesentlich günstigere Stellplätze als in der Stadtmitte. Wer sich dennoch für die Anreise mit dem Auto entscheidet, tut gut daran, sich im Vorfeld über die dortigen Gepflogenheiten zu informieren.

Parkverbot bei gelber Linie am Bordstein in vielen Ländern

(Parkverbot bei gelber Linie am Bordstein in vielen Ländern. | Quelle: coulourbox.de)

Parkregeln und Parkgebühren im Ausland

So ist es in zahlreichen Ländern üblich, anstelle der hierzulande verwendeten Parkverbotschilder, Parkverbotszonen mit Hilfe von farbigen Linien am Bordstein zu markieren. Eine einheitliche Kennzeichnung gibt es hier nicht, stattdessen ein Wirrwarr aus einer durchgezogenen, unterbrochenen, einfachen und doppelten Linien in gelb, blau und rot. Siehe hierzu: https://www.platzda.de/blog/parken-in-den-nachbarlandern.html Auch bei den Parkgebühren gibt es eine große Spannbreite. Lissabon begnügt sich mit Gebühren ab 1 € pro Stunde im Parkhaus. In Paris kostet das Parken im Zentrum, der Tarifzone 1, eine Stunde vier Euro. Für die Tarifzone 2 fallen 2,40 Euro an. Dabei sind die Parkdauern auf einem Parkplatz auf zwei Stunden begrenzt. Das kostenlose Parken am Straßenrand im August wurde abgeschafft, nun fallen auch hier Tickets an. Den Vogel aber schießt ein Parkhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan in der West 9th Street, Ecke Broadway: 1,83 Dollar für die ersten 30 Minuten, 43,93 Dollar für den ganzen Tag, Monatskarte ist gedeckelt auf schlanke 591,34 Dollar. Hinzu kommen Extragebühren für Luxusautos und SUVs sowie die New York Parking Tax in Höhe von 18,375%. Für einen Monat sind das schlappe 1400 Dollar.

City Maut und ihre Ziele

In einigen Metropolen wir eine City Maut erhoben, um Autofahrer aus der Innenstadt herauszuhalten oder sie zumindest an der Refinanzierung des Straßennetzes teilhaben zu lassen. Wer mit einem Kraftfahrzeug anreist, sollte sich also dessen bewusst sein. In London fällt die sogenannte Staugebühr oder London Congestion Charge in Höhe von 10 Pfund an, was rund vierzehn Euro entspricht. Seit 2006 besteht in Bologna (Italien) die Innenstadt-Maut. Mailand ist seit 2008 dabei und betrifft Pkw, Lkw sowie Reisebusse innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Die erforderlichen Scheine werden in Tabak- und Zeitschriftenläden oder bei der Post ausgehändigt. Zahlreiche Checkpoints stehen auch am Rande der Stadt bereit. Stockholm, Bergen und Oslo haben ebenfalls eine City Maut eingeführt.

Citymaut / London Congestion Charge soll Staus verhindern

(Citymaut: Die London Congestion Charge soll helfen, die Straßen der britischen Hauptstadt zu entlasten. | Quelle: pixabay.com)

Quellen:
http://www.welt.de/motor/article13379521/Parken-ist-in-einigen-Innenstaedten-teurer-Luxus.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Innenstadtmaut