Parken in München, Hamburg und Berlin

Parken in München, Hamburg und Berlin

Ein deutscher Autofahrer ist durchschnittlich zehn Minuten auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz. Gerade in den drei größten deutschen Metropolen kann die Parkplatzsuche zu einer nervigen Angelegenheit werden, da die freien Parkplätze rar sind. Die Geduld sinkt mit jeder Minute und der Stresslevel steigt rapide an. Zeit und Kosten für die Parkplatzsuche summieren sich. Wer über eine Wohnung mit Tiefgaragenstellplatz oder eine Eigenheim mit Fertiggarage verfügt, darf sich zu den Gewinnern zählen.

Freier Parkplatz. In München, Hamburg und Berlin ist die Parkplatzsuche oft langwierig.

(Freier Parkplatz - in München, Hamburg und Berlin eher selten. | Bildquelle: colourbox.com)

Anwohnerparken und Parkgebühren in München Hamburg und Berlin

Parkplätze, an denen mittels Parkscheibe – andernorts gibt es dafür auch die sogenannte Brötchentaste - das Auto für ein paar Minuten kostenlos stehen darf, sind in den Innenstädten von München, Hamburg und Berlin äußerst selten. Relativ günstig ist es auch noch für jene, die das Glück haben einen Anwohner-Parkausweis zu ergattern. Das Anwohnerparken ist eine in der Straßenverkehrsordnung seit 1980 vorgesehene, relativ günstige Möglichkeit für Laternenparker. Gegen eine überschaubare Verwaltungsgebühr erhalten die Anwohner ein Sonderparkrecht. Parkuhren kennt die StVO hingegen schon seit 1956, die inzwischen jedoch fast überall von Parkscheinautomaten abgelöst wurden. Somit ist das Parken für Pendler deutlich teurer, auch wenn die aktuelle Übersicht zu Parkgebühren (Stand: 2015) in deutschen Großstädten zeigt, dass Stuttgart mit Abstand die höchsten Parkgebühren verlangt.

Das kostet Parken in München Hamburg und Berlin:

Parkgebühren in der Innenstadt und am Flughafen, sowie Anwohnerparken. Beim Parken am Flughafen wird hier der jeweils günstigste reguläre Tarif auf dem Flughafengelände angezeigt.

  München Hamburg Berlin
Parkgebühren (30 min für Parken in der Innenstadt) € 1,- € 1,25 € 0,50 - € 1,50
Anwohnerparken € 30,- p.a. € 30,- p.a. € 20,40 für 2 Jahre;
Gästevignette zwischen € 10,20 und € 25,- für 3 Tage bis 4 Wochen
Parken am Flughafen Flughafen München (MUC)
30 min: ab € 1,- 1 Tag: ab € 20,- 1 Woche: ab € 59,-
Flughafen Hamburg (HAM)
30 min: ab € 3,-
1 Tag: ab € 18,-
1 Woche: ab € 70,-
Flughafen Berlin-Tegel (TXL)
30 min: ab € 3,- 1 Tag: ab € 35,- 1 Woche: ab € 87,-

Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF)
30 min: ab € 3,50 1 Tag: ab € 21,- 1 Woche: ab € 89,-

Quellen

Zu München:

http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/Verkehr/Parkraummanagement/Allgemeine-Informationen.html

http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kreisverwaltungsreferat/Verkehr/Parkraummanagement/Parkausweis-fuer-Anwohner.html

http://www.munich-airport.de/media/download/general/publikationen/de/parken.pdf


Zu Hamburg:

https://parkplace.de/news-blog-uber-parken-und-parkplatz/parken-hamburg

https://www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11254873/

https://www.hamburg-airport.de/de/index.php


Zu Berlin:

https://www.berlin.de/special/auto-und-motor/591616-44826-parkeninberlin.html

https://service.berlin.de/dienstleistung/121721/

http://www.berlin-airport.de/de/reisende-txl/an-und-abreise/parken/

http://www.berlin-airport.de/de/reisende-sxf/index.php

Der Mangel an Parkplätzen in den Großstädten hat bei den Stadtoberen zur Idee geführt mittels Parkgebühren die leeren Stadtkassen zu füllen. Die Größenordnung verdeutlicht, dass es nicht allein um Verkehrslenkung geht, sondern dass sich München, Hamburg und Berlin im Laufe der Jahre eine bedeutende Einnahmequelle erschlossen haben. Auch wenn der Aufwand für Personal und Technik beträchtlich ist, werden diese Städte nicht ohne weiteres darauf verzichten.

Einnahmen durch Parkgebühren und Bußgelder in München, Hamburg und Berlin (2014); Angaben zum Teil geschätzt.

In Mio. € München Hamburg Berlin
Parkgebühren 28,7 8,4 5,9
Anwohnerparken 9,0 7,0 13,5
Bußgelder 11,8 3,5 7,6
Summe der Einnahmen aus ruhendem Verkehr 20,8 19,9 27,0

Quellen

Zu München:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rathaus-abschreckung-durch-geld-1.2510154


Zu Hamburg:

http://www.mopo.de/nachrichten/stadt-steigert-bussgeld-einnahmen-falschparker-muessen-bluten,5067140,30006158.html?originalReferrer

http://www.mopo.de/nachrichten/stadt-steigert-bussgeld-einnahmen-falschparker-muessen-bluten,5067140,30006158.html


Zu Berlin:

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/77-millionen-euro-abkassiert-die-jagdreviere-der-knoellchenjaeger-in-berlin,7169128,29904486.html

Abschleppdienst in Hamburg bei der Arbeit. Beim Parken im absoluten Halteverbot kann teuer werden.

(Abschleppdienst in Hamburg-Landungsbrücken: Parken im absoluten Halteverbot bleibt es nicht beim Bußgeld. | Bildquelle: gabriele Planthaber / pixelio.de)

Abschleppkosten in München, Hamburg und Berlin

Wer beim Falschparken verkehrsbehindernd, etwa auf Radwegen oder Rettungswegen, parkt, darf nicht nur ein Bußgeld, sondern auch noch Abschleppkosten berappen. Hier ist Hamburg Spitze mit € 260 €, vor Frankfurt am Main und Wiesbaden. Berlin (€ 188,-) und München (187,-) liegen auf Platz 7 und 8.

Quelle (Stand 2014):
http://www.tz.de/auto/ratgeber/falschparker-werden-auch-weihnachtszeit-abgeschleppt-zr-3250876.html