Schädlingsbekämpfung: 5 Tipps, um Mäuse, Marder & Co. aus der Garage fernzuhalten

Ratte in Garage

Ungebetener Gast: Schädlingsbekämpfung in der Garage verhindert Sachschäden und die Ausbreitung von Krankheiten. | Bildquelle: colourbox.de

Vorbeugen ist besser als heilen, sagt der Volksmund und hat in Bezug auf Garagen Recht. Denn die eigene Garage für Schädlinge wie Mäuse, Ratten oder Marder unbehaglich zu gestalten, ist bedeutend einfacher, als die Tiere wieder zu vertreiben, wenn sie es sich schon einmal darin gemütlich gemacht haben.

Wer in einer gartenreichen Umgebung lebt oder in der Nähe eines größeren Parks oder gar nahe am Wald, sollte seine Garage besonders sorgfältig vor einwandernden Wildtieren schützen. Weil ihre Lebensräume durch intensive Landwirtschaft, Straßen- und Häuserbau immer mehr schrumpfen, wandern nämlich immer mehr Wildtiere in die Städte ein und suchen dort neuen Unterschlupf.

Auch wer noch keine Mitbewohner in der Garage hat, ist gut beraten, den Autoschlafplatz gut zu sichern und für Wildtiere unattraktiv zu machen: Wir haben einige Tipps gesammelt, wie man einem Wildtier-Einzug vorbeugt.

Tipp Nr. 1: Zugänge versperren

Mögliche Zugangswege zur Garage wie gekippte Fenster, Nischen unter einem Wellblech- oder Welleternit-Dach, kleine Belüftungslöcher oder ähnliches gut verschließen. Ein Loch von 2 cm Durchmesser stellt weder für eine Maus noch für eine Ratte ein ernsthaftes Hindernis dar.

Ist die Garage mit Efeu bewachsen oder ist an ihr ein Gestell als Kletterhilfe für Rankpflanzen befestigt? Das sind mögliche Zugangswege für Marder & Co. Wenn das Garagentor nicht ringsum dicht schließt, wandern neben Spinnen und Insekten auch gern Mäuse, Ratten und Marder ein.

Tipp Nr. 2: Versteckmöglichkeiten entfernen

Je leerer eine Garage ist, desto uninteressanter wird sie für Tiere. Denn die suchen in der Regel entweder nach Futter oder nach einer Unterkunft. Alles, was als Polstermaterial und Versteck dienen kann, sollte man in nagesichere Behälter verpacken und / oder auf höhere Regalebenen stellen.

Tipp Nr. 3: Ordnung halten

Ordnung in der Garage erleichtert nicht nur einem selbst das Leben, es vergällt unliebsamen Mitbewohnern aus dem Tierreich die Freude an dieser Unterkunft. Wer regelmäßig in der Garage aufräumt, stört eventuelle Besucher ebenso regelmäßig auf. Das mag kein Tier, und die Chance steigt, dass eine regelmäßig durchsuchte Garage frei bleibt von Untermietern.

Tipp Nr. 4: Fressbares sicher verstauen

Wer Gartenzubehör wie Grassamen, Blumen- oder Gemüsesaatgut in der Garage aufhebt, lockt Mäuse und Ratten unwiderstehlich an. Gerade im Herbst, wenn sie sich Winterspeck anfressen müssen, und im Winter, wenn es sowieso nicht viel Nahrung gibt, ist eine Garage voller Saatgut wie ein Schlaraffenland für Mäuse. Ratten verschmähen auch gut gefüllte gelbe Säcke nicht. Hier riecht es für sie verführerisch nach allen möglichen Esswaren, und die dünnen Foliensäcke stellen für die scharfen Zähne von Nagetieren kein Hindernis dar. Mögliche Futterquellen, die unbedingt in der Garage gelagert werden müssen, sollten also in gut verschließbare, nagetierresistente Gefäße verpackt werden. Das Fischfutter für den Gartenteich ebenso wie Katzen- und Hundefutter oder gar eigene Vorräte.

Tipp Nr. 5: Brennholz verbannen

Kaminholzstapel werden von Mäusen gern als Nistplatz genutzt, zumal sie oft gleich noch leckeres Futter in Form von Spinnen und Insekten enthalten. Man sollte sie also besser aus der Garage verbannen.

Zu spät: Wilde Mitbewohner in der Garage – doch welche?

Wenn die Schädlinge in der Garage drin sind, sollte man sie schnellstmöglich vertreiben. Je nach Tierart helfen unterschiedliche Mittel. Doch woran erkennt man eigentlich, wer sich in der Garage eingenistet hat?

  • Wer auf das Auto angewiesen ist, dem mögen beim Gedanken an Marder leichte Panikgefühle beschleichen. Die possierlichen, unter Naturschutz stehenden kleinen Raubtiere können nämlich erheblichen Schaden anrichten, wenn sie stromführende Kabel im Auto zerbeißen. Marder verraten sich oft durch Pfotenspuren auf dem Auto, sie sehen zunächst fast aus wie Katzenspuren, aber wer genau hinschaut, sieht fünf statt vier Zehen – ein sicheres Zeichen für Marder. Vielleicht findet man auch irgendwo Marderkot: Er besteht aus Würstchen von ca. 8 cm Länge und maximal 1,5 cm Dicke.
  • Im Herbst und Winter zieht es die eigentlich frei umherschweifenden Wanderratten in wärmere Gefilde: Schutz vor Zug und Nässe suchen sie dann gern in Gebäuden. Wanderrattenkot besteht aus olivenkernförmigen Stückchen von 1–3 cm Länge.
  • Mäuseköttel von Hausmäusen sind deutlich kleiner, Würstchen von etwa 3 mm Länge lassen also auf Mäuse schließen.
    Übrigens: Mäuse können das Hantavirus übertragen, besondere Risikogebiete sind Bayerischer Wald, Schwäbische Alb, Spessart, Teutoburger Wald und die Landkreise Coesfeld und Fulda. Übertragen wird das Virus über Staub, etwa beim Aufkehren von Mäusekot. Die seit 2001 meldepflichtige Erkrankung mit dem Hanta-Virus kann zu schweren grippeähnlichen Symptomen führen, wenn die Ursache nicht erkannt wird auch zu schweren Nierenploblemen und in Einzelfällen zum Tod. Sollten Sie also Mäuseköttel in der Garage finden, tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen Mund- und Nasenschutz beim Aufkehren und spritzen Sie die Garage nass aus.